Mawangdui
Шёлковая рукопись «Лаоцзы» из Мавандуя.
1973 wurde bei Grabungen in Mawangdui (Vorort von Changsha, Hunan) das Grab Nr. 3 geöffnet — die Bestattung eines Sohnes von Li Cang, Kanzler von Changsha, versiegelt 168 v. Chr. Unter den Seidenmanuskripten fanden sich zwei Abschriften des Laozi: 甲本 (A) und 乙本 (B).
Abschrift A vermeidet das Zeichen 邦 nicht — sie wurde vor 202 v. Chr. geschrieben, vor dem Namenstabu des Kaisers Gaozu; Abschrift B vermeidet 邦, aber nicht 盈 — zwischen 202 und 195 v. Chr. Beide Texte sind umgekehrt zur überlieferten Form angeordnet: Das De jing steht vor dem Dao jing, während die Kapitelfolge insgesamt nahe an der heutigen liegt. Der Fund von Mawangdui ist der wichtigste Zeuge der frühen Gestalt des Daodejing und der Vergleichspunkt für alle späteren Redaktionen.
Der vollständige Korpus liegt vor als 《长沙马王堆汉墓简帛集成》 (2014).